Grundschule Loppersum |
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Eine
Klasse im Schulmuseum
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Geschichte Entstehung unseres Schulgebäudes oder "Abtauchen in die Unterwelt" Im Sommer 1990 wurde unser Schulmuseum nach etwa 1 1/2 Jahren Vorarbeit eröffnet. Vorangegangen war eine Unterrichtseinheit zum Thema Schule und Leben früher" in den 3. Klassen, in denen der ehemalige Schulleiter, Herr Rektor Dietrich Ri ngena und seine Ehefrau Uda,
Sachunterricht erteilten.Die zahlreichen Gegenstände, die zu einem großen Teil auch privat von den Kindern ausgeliehen und mitgebracht worden waren, wurden an einem darauffolgenden Schulfest ausgestellt - zusammen mit einigen alten Schulbänken, die bei der Renovierung des Gymnasiums in Aurich als Brennmaterial verschenkt worden waren und auf einem Scheunenboden überlebt hatten. Sie wurden "entwurmt" und geputzt. Diese provisorische "alte" Klasse fand bei den Schulfestbesuchern so viel Anklang, dass überlegt wurde, ob man nicht zumindest die schuleigenen Gegenstände sowie die Bänke zur unterrichtlichen Benutzung irgendwo aufstellen könnte. Da bot sich der Schulkeller an. |
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Der
2-geschossige "Neubau" kam 1965 dazu; die Turnhalle wurde 1973
eingeweiht; das Wasser für das Dorf wurde eingelagert und konnte
mittels einer oberirdischen Pumpe von der Dorfbevölkerung entnommen
werden. Nach dem Anschluss an die Kanalisation waren im Schulkeller
Öltanks für die Schulheizung untergebracht. Nachdem die Schule an das
Erdgasnetz angeschlossen war, wurden die Kellerräume vom damaligen
Hausmeister Hinrich Briese für Gerätschaften benutzt. Der örtliche
Malermeister Bernd Jaspers legte nach Rücksprache mit der Gemeinde
einen Raum mit Linoleum aus und weisste die Wände.Nun wurde der Raum mit den schuleigenen alten Gegenständen gefüllt. Nach und nach fand sich noch einiges ein, so dass auch der 2. Raum sowie der dazugehörige Flur eingebunden wurden. Herr Rainer Friese, der Vater eines Schulkindes, das zu einem der beiden 3. Schuljahre gehörte, hatte schon viel zum Thema "Schulen in der Gemeinde Hinte" gesammelt, eine Ausstellung in der Aula der HRS Hinte veranstaltet und Artikel in den Tageszeitungen veröffentlicht. Als er von dem Projekt erfuhr, stellte er seine Sammlungsobjekte diesem Museum zur Verfügung und half auch weiterhin bei der Einrichtung. Er stellte der der Schule sogar ein Unikat seiner Forschungen zur Verfügung. Nach und Nach brachten auch andere Leute, die bei sich alte Gegenstände fanden, die sie selber nicht mehr brauchen konnten, diese ins Schulmuseum. Es werden auch Dinge angenommen, die nicht unbedingt etwas mit Schule zu tun haben (Schlittschuhe, alte Kleidung,.....). Für den Eingang zum Keller wurde ein Schild in Brandmalerei hergestellt, so dass jeder bei Schulveranstaltungen oder nach persönlicher Absprache mit der Schulleiterin Frau Talea Glosch-Brian den Weg finden kann. Gelegentlich wird vor Klassentreffen eine Besichtigung der Schule mit Schulmuseum vereinbart. Andere Schulen oder Vereine leihen Gegenstände aus; ein Geschäft hat schon Bänke zur Schaufensterdekoration für Schulartikel entliehen. Schulklassen, die gelegentlich dort Unterricht haben, sind ganz gespannt auf die Schule, "die sich in der Unterwelt" befindet. Sie vergleichen ihre Schulmaterialien mit denen früherer Generationen und spielen "Schule früher" nach dem, was ihnen erzählt wird, wobei sie die Prügelstrafe immer besonders nachvollziehbar finden. So viele falsche Antworten - um Stockschläge auf einen mit Zeitungspapier ausgepolsterten Hintern zu bekommen wie in diesen Spielen - hat es früher bestimmt nicht gegeben! |